Vorstellung Festschrift 1.250 Jahre Bergheim

Vorstellung Festschrift 1.250 Jahre Bergheim

18. Juli 2019 um 18 Uhr

Saal der Stadtbücherei Heidelberg

Im Reigen der Jubiläen zum 1250-jährigen Bestehen ist Bergheim gewissermaßen ein Nachzügler. Dies wird keineswegs der Bedeutung gerecht, die Bergheim im frühen Mittelalter hatte. Es erstreckte sich von Wieblingen bis Neckargemünd, vom Neckar bis nach Kirchheim. Erst mit der staufischen Stadtgründung um 1200 begann die Beschneidung und Aufteilung der Bergheimer Gemarkung, bis hin zur Auflösung des Dorfes Bergheim im Jahr 1392.

Der Neubeginn Bergheims nach 1850 fand im Zeichen des Bahnhofbaus und der Industrialisierung statt. Der zeitlich parallele Ausbau der akademischen Krankenhäuser hingegen machte Bergheim zum „Klinikviertel“. Die Verlagerung größerer Betriebe aus der Altstadt hingegen  (Tabak „P. J. Landfried“, Schlachthof und HSB) bestätigte die Funktion Bergheims als Verkehrskorridor und „Industriegebiet“.

Der „Kurpfälzische Verlag“ hat zum Jubiläum einen Sammelband herausgegeben, aus dem einige ausgewählte Autoren ihre Beiträge kurz vorstellen. Armin Schlechter, ehemals UB Heidelberg, ein Kenner mittelalterlicher Handschriften, wird in den Zeitzusammenhang der Ersterwähnung einführen. Volker von Offenberg („Prost! Heidelberg“) berichtet von Firmen und Berufen rund ums Bier in Bergheim und Hans-Martin Mumm begibt sich auf die Spuren der jüdischen Familie Reis, deren Vermächtnis, obwohl sie mehrere Häuser und Villen in Bergheim besaß, inzwischen ganz aus dem Stadtbild verschwunden ist.